• Leistungen: Standortbewertung und -sanierung, Umweltplanung und Genehmigungsmanagement
  • Marktsektoren: Luftfahrt

Baufeldfreimachung Flughafen Frankfurt

Frankfurt am Main - Airport Frankfurt im Jahr 2020: 88 Millionen Fluggäste, 700.000 Flugbewegungen, 3 Millionen Tonnen Fracht. Ein Flughafen entwickelt sich zur Airport City. Arcadis begleitet die Realisierung des Generalausbauplans bei zahlreichen Einzelprojekten: das Lufthansa Aviation Center, das Flight Training Center der Lufthansa, die Wartungshalle für den neuen Airbus A380, Umbau, Erweiterung und Mondernisierung der Terminals 1 und 2, Neubau Terminal 3, Verlegung der US Air Base. Im Rahmen der Erweiterung des Terminal 1 war im Bereich des „A-Hof West“ ein Baufeld freizumachen für den neuen, 750 Meter langen Flugsteig A0, einen zusätzlichen Abfertigungsstrang für Passagiere und Gepäck. Fachgerechter Rückbau von 955.000 Kubikmeter umbautem Raum auf 190.000 Quadratmetern Fläche, in einem hochsensiblen Umfeld bei laufendem Flugbetrieb, mit engem Zeit- und Kostenrahmen – ein Projekt ganz nach unserem Geschmack.

190.000 qm

Bruttogeschossfläche

ca. 955.000 cbm

Gebäudevolumen
Baufeldfreimachung Flughafen Frankfurt

Startfreigabe für Flugsteig A0

Rückbau mit höchsten Anforderungen

„Planungsleistungen der Baufeldfreimachung des Baugeländes westlich des Terminal 1“ - so lautete der Auftrag für Arcadis. Hinter der nüchternen Bezeichnung versteckte sich ein Rückbauprojekt mit höchstem Schwierigkeitsgrad. Das Baufeld liegt inmitten eines der größten Luftdrehkreuze der Welt. Starts und Landungen, Abfertigungsprozesse, Bodendienste, Ver- und Entsorgung, Flugsicherung - eine Vielzahl miteinander verknüpfter, sicherheitskritischer und komplexer Prozesse, unterstützt von sensibler Technik, rund um die Uhr, an sieben Tagen der Woche. Staub, Lärm, Erschütterungen und unkontrollierte Zugänge sind das Wenigste, was dieses komplizierte Uhrwerk braucht. Der Rückbau von ober- und unterirdischen Bauwerke verursacht Emissionen wie Staub, Lärm und Erschütterungen – extreme Anforderungen an Organisation und Projektmanagenent. Betreiber, Fluggesellschaften, Flugsicherheit, Feuerwehr und Brandschutzexperten, ausführende Unternehmen – zahlreiche Beteiligte und Betroffene waren zu berücksichtigen, zu informieren und zu koordinieren. Anspruchsvollere Rahmenbedingungen sind für ein Rückbauprojekt dieser Größenordnung kaum vorstellbar. Dabei steht Sicherheit immer an erster Stelle – welche Arbeit kann in welchem Zeitfenster mit welchen Methoden ausgeführt werden, ohne den laufenden Flug- und Bodenbetrieb zu stören?

Nachhaltiger Rückbau

Auch bei Rückbauprojekten gehen - richtige Planung und Vorbereitung vorausgesetzt - Ökonomie und Ökologie Hand in Hand. Ein großer Teil der Abbruchmaterialien konnte vor Ort aufbereitet und wiederverwendet werden. So wurden Logistik und Transportaufwand verringert, Deponieraum eingespart und das Budget des Auftraggebers geschont. Voraussetzung war natürlich die fachgerechte Trennung und Entsorgung der Gebäudeschadstoffe. Über 90 Prozent des gesamten Abbruchvolumens konnte vor Ort recycelt und wieder eingesetzt werden. Dabei galt es, zum Beispiel bei Wiederauffüllungen die hohen Lastanforderungen für Flugverkehrsflächen einzuhalten.

Sprengstoff ...

... hat auf einem Flughafen normalerweise nichts verloren. Es sei denn, man benötigt ihn, um die ehemals größte Wartungshalle Europas fachgerecht niederzulegen. Die spektakuläre Sprengung des Bauwerkes war der Höhepunkt des gesamten Rückbauprojektes. Das Gebäude, eine ehemalige Wartungshalle der Lufthansa aus dem Jahr 1960 (siehe Titelbild), hatte beeindruckende Ausmaße: Länge 181 Meter, Breite 133 Meter, Höhe 23 Meter, Nutzfläche 23.000 Quadratmeter und 450.000 cbm umbauter Raum. Das entspricht einer Bruttogeschossfläche von 6 Fußballfeldern und einem Volumen von ca. 1.000 Einfamilienhäusern. Für die Sprengung mußte vorab die Halle bis auf den Rohbau zurückgeführt und die Schadstoffe fachgerecht entsorgt werden. Nach akribischer Planung und Vorbereitung wurde das Gebäude in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 2007 mit Hilfe von 460 Kilogramm Sprengstoff in 1.500 Bohrlöchern erfolgreich gesprengt.

Ziele erreicht

Arcadis konnte für Fraport das gesamte Rückbauprojekt innerhalb der engen Budget- und Zeitgrenzen erfolgreich abwickeln.

Baufeldfreimachung Flughafen Frankfurt

Arcadis Leistungen

  • Alle Leistungsphasen nach HOAI
  • Schnittstellenmanagement
  • Koordination Fachgutachter
  • Rückbauplanung
  • Entsorgungs- und Verwertungsplanung
  • Ausschreibung
  • Bauüberwachung
  • Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination
  • Termin- und Kostenkontrolle
  • Genehimgungsmanagement

Ergebnisse

190.000 qm

Bruttogeschossfläche

ca. 955.000 cbm

Gebäudevolumen

Fragen zum Projekt

Stephan Dolata

Leiter Bauwerksanierung und Rückbau +49 151 17143421 Ihre Frage an mich