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20.000

analysierte Kommentare der Interessengruppen

700 km

Gesamtlänge der HGÜ-Leitung

Wird gerade angezeigt

Die Herausforderung

Deutschlands Energiewende ist ein ambitioniertes Transformationsprojekt für eine nicht-nukleare und CO2-neutrale Energieerzeugung. Das Ziel: Bis 2050 sollen 80% des Energieverbrauchs aus regenerativen Quellen versorgt werden. Die dezentralen Energiequellen – Windenergie im Norden und Sonnenenergie im Süden – erfordern eine neue Netzinfrastruktur für die sichere, flächendeckende Versorgung.

Gleichstrom-Hochspannungsleitungen erwiesen sich als vielversprechendste Lösung für den grünen Strom. Das Problem: Überlandleitungen können die Nutzung privater Grundstücke beeinträchtigen und lokale Ökosysteme stören. Die Betroffenen befanden sich in einem Zielkonflikt: Sollten sie sich gegen ein Projekt engagieren, dass sie eigentlich befürworten, dass ihre unmittelbare Lebensumwelt aber lokal beeinträchtigen kann?

Heike Hackemesser

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Die Lösung

Gemeinsam mit Kooperationspartnern hat Arcadis ein maßgeschneidertes Set von Beteiligungsprozessen und -modulen als Vorbereitung für die erfolgreiche Realisierung von 700km Trassenlänge bereitgestellt. Die Gesamtfläche der betroffenen Region beträgt ca. 180.000 Quadratkilometer. Der „klassische“ Weg – Bürgerbeteiligung nach Genehmigungsplanung – erwies sich schon früh als wenig zielführend. Wir initiierten die Informations- und Beteiligungskampagnen vor der eigentlichen Planungsphase, um die öffentliche Unterstützung für das Vorhaben zu gewinnen, bevor „Fakten geschaffen“ wurden. Mit zehntausenden Stakeholdern und Betroffenen eine Herausforderung an klare, transparente und effiziente Kommunikationsprozesse.

Mit der selbst entwickelten, webbasierten Software-Plattform mapARC auf Basis eines Geographischen Informationssystems können Betroffene direkt mit dem Vorhabenträger und Projektpartnern kommunizieren. Um Redundanzen zu vermeiden, können Besucher der Webseite auf bereits gestellte Fragen und Antworten in anonymisierter Form zugreifen. Die Plattform bot die entscheidende Voraussetzung, um über 20.000 Kommentare und Eingaben zu verarbeiten und mehr als 7.000 planungsrelevante Hinweise in den Planungsprozess einfließen zu lassen.

Das Ergebnis

Der Ansatz, mit einem effizienten, digital unterstützten Beteiligungsprozess in die Konzeptionsphase einzusteigen, hat sich mit hoher öffentlicher Akzeptanz für die Energietrasse ausgezahlt. Wertvolles Feedback in Bezug auf Ökologie, Biodiversität, den Schutz von Wasserressourcen und Landwirtschaft konnte integriert werden. Das schaffte die Voraussetzungen, den überregionalen Nutzen der Energiewende mit den regionalen und lokalen Interessen der Betroffenen in Einklang zu bringen.

Als Reaktion auf starke Proteste gegen eine Höchstspannungsleitung als Freileitung in der Initialphase des Projektes favorisierten die Entscheidungsträger schließlich eine technische Auslegung in Form von Erdkabeln. Darüber hinaus wurde der Beteiligungsprozess noch umfangreicher aufgesetzt – mit dem Erfolg, dass die Einwendungen während der Antragskonferenzen stark reduziert und eine breite Klagewelle verhindert werden konnte. Die breite Informationsbasis aus dem Planungsraum erlaubte eine sehr exakte und integrative Abwägung des Trassenverlaufs.

Als Rückgrat der Energiewende wird die neue Stromtrasse viele Unternehmen, Haushalte und Kommunen in Deutschland mit nachhaltig erzeugter Sonnen- und Windenergie versorgen. Damit wird das Land seinem Ziel, den Menschen eine CO2-neutrale Lebenswelt zu bieten, einen entscheiden Schritt näherkommen.


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