Jackie Saling ist Ingenieurin und Vice President bei Arcadis North America. Im Rahmen unseres Pro-Bono-Projekts „Quality of Life“ in Nordamerika arbeitete sie daran mit, eine verlassene Schule in der Innenstadt von Detroit wiederzubeleben. Sie und ein Team von weiteren Arcadis Kolleg*innen halfen beim Aufbau der heutigen Durfee Innovation Society mit.


Als sie vor 12 Jahren zu Arcadis kam, hatte sie bereits bei mehreren kleineren Firmen gearbeitet. Sie hatte jedoch das Gefühl, dass es dort niemandem mehr gab, von dem sie noch etwas lernen konnte. Jackie führte ein Interview mit dem Arcadis Mitarbeiter Fred Payne. Am Ende dieses ersten Gesprächs schenkte Fred Jackie ein Exemplar seines Fachbuchs: „Remediation Hydraulics“ (Hydraulische Sanierung). In diesem Moment erkannte sie, dass sie sich eine Karriere bei Arcadis aufbauen wollte.


Jackie Saling


Als ich aus dem Interview kam, dachte ich mir: ‚Wow. Es gibt in diesem Unternehmen tatsächlich Leute, die Fachbücher über das schreiben, was ich tun möchte. Hier wird es immer Menschen geben, von denen ich noch lernen kann.‘ Und das ist während meiner gesamten Karriere auch der Fall gewesen. Egal, was ich bei Arcadis gemacht habe, ich habe so viel von meinen Kolleg*innen gelernt.


Im Stich gelassene Gemeinden


Jackie lebt mit ihrem Mann Josh und den beiden Töchtern Sydney und AJ, 10 und 7 Jahre alt, in Plymouth, Michigan. Jackie stammt jedoch ursprünglich aus den Vororten von Detroit, Michigan, und hat eine starke Verbindung zu dieser Stadt. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war hart für Detroit. Im Jahr 1950 hatte die Stadt 1,8 Millionen Einwohner und zahlreiche, gut bezahlte Arbeitsplätze in der verarbeitenden Industrie. Im Jahr 2017 lag die Einwohnerzahl von Detroit bei etwa 673.000. Im Laufe der Zeit wurden die Arbeitsplätze in der Fertigungsindustrie abgebaut, und viele Menschen zogen aus Detroit weg. Zurück blieb eine grösstenteils afroamerikanische Bevölkerung. In den 1970er und 1980er Jahren wurde die Stadt von Drogen beherrscht, deren Verkauf für steigende Gewalt und Kriminalität sorgte. Dies erreichte in den frühen 1990er Jahren einen Höhepunkt, als Detroit als die Stadt in den USA mit den meisten Mord- und Brandstiftungsfällen bekannt war. Seitdem erlebt Detroit eine Wiederbelebung, und Unternehmen und Menschen kommen langsam in die Stadt zurück. Aber der Anstieg der wirtschaftlichen Tätigkeit bietet keine Garantie dafür, dass unterversorgte Gemeinden der Stadt ebenfalls am Wohlstand teilhaben werden. Eine E-Mail von 2017, die Jackie vom CEO von Arcadis North America, dem verstorbenen Joachim Ebert, erhielt, brachte sie zum Nachdenken darüber, wie sie helfen könnte.


Ich suchte gerade nach einer neuen Herausforderung und einer Möglichkeit, mich mit Menschen in Not zu verbinden, als ich die E-Mail von Joachim bezüglich des Pro-Bono-Projekts ‚Quality of Life‘ bekam. Er bat uns alle, Ideen für Projekte einzureichen, in denen wir die Ressourcen und das Know-how von Arcadis nutzen könnten, um Gemeinden zu helfen. Die einzige Voraussetzung war, dass das Projekt nachweisbares Potenzial zur Verbesserung der Lebensqualität zeigen und die erforderliche Arbeit den Fähigkeiten von Arcadis entsprechen musste. Ich wollte unbedingt etwas für Detroit tun. So erfuhr ich von „Life Remodeled“ und dem Pro-Bono-Projekt in Durfee.


Regenerating an inner city, Detroit school

Arcadianer Alex Kruger bewertet die Haustechnik


Das Pro-Bono-Projekt in Durfee


„Life Remodeled“ ist eine Non-Profit-Organisation, die in Detroit investiert, um Stadtteile nachhaltig zum Besseren zu verändern. Die Organisation hatte eine verlassene, ehemalige Grundschule übernommen und arbeitete daran, sie in ein Innovationszentrum für die Gemeinde umzuwandeln: Raum für Erholung, ausserschulische Programme für eine praxisnahe Bildung und Kompetenzerwerb sowie Büroräume für kleine Unternehmen. Die Schule wurde 1927 erbaut und befand sich in einem reparaturbedürftigen Zustand. Jackie schlug vor, dass Arcadis das Projekt unterstützen sollte, indem das Unternehmen Zeit und Fachwissen der Mitarbeiter*innen für die Verbesserung des Gebäudezustands zur Verfügung stellte, damit es von der Gemeinde wieder genutzt werden konnte. Zu dieser Unterstützung zählten eine Bewertung des Zustands der Immobilie (elektrotechnisch, baulich und architektonisch), eine Gesundheits- und Sicherheitsbewertung, eine Asbestuntersuchung, Trinkwasserproben und eine Bewertung der Deckenisolierung.


Regenerating an inner city, Detroit school

Arcadianer Donnie Richmond bei einer Nutzwasser-Probenahme


Sechs Monate lang haben wir daran gearbeitet, das Gebäude zu modernisieren, damit der Raum so bald wie möglich vermietet werden konnte. Anhand unserer Bewertung des Immobilienzustands konnte Life Remodeled gezielt Mittel für die dringendsten Reparatur- und Sanierungsprojekte bereitstellen. Und selbst jetzt wird unsere Arbeitsleistung genutzt, um das Gebäude weiter zu verbessern.


Ihre Töchter lehren, Gutes zu tun


Die Arbeit am Pro-Bono-Projekt in Durfee war eine sehr lohnende Erfahrung für die Arcadianer*innen, die sich an der Initiative beteiligt haben. Es war eine Gelegenheit für sie, Menschen in Not unmittelbar von ihrer Arbeit profitieren zu lassen. Für Jackie war es aber besonders wichtig, ihren beiden Töchter ein gutes Beispiel zu sein.


Jackie Saling

Die Familie Saling: Jackie, Josh, Sydney und AJ


Ich bin sehr motiviert, meinen Mädchen mit gutem Beispiel voranzugehen. Ich arbeite hart, damit sie sehen, dass sie Grossartiges leisten können, wenn sie erwachsen sind. Ich weiss auch, dass sie nicht viele Menschen sehen, die anders aussehen oder in anderen wirtschaftlichen Umständen leben als sie selbst. Also muss ich es zu einer Priorität machen, sie an Orte zu bringen, wo sie sehen, dass nicht jeder so viel Glück hat wie sie. Und ich möchte, dass sie aus erster Hand erfahren, wie erfüllend es ist, etwas zurückzugeben und anderen zu helfen.

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