• Newsbeitrag
  • 28. Mai, 2019
  • Berlin

Themenabend „Digitalisiertes Planen und Bauen"

Berlin - Building Information Modeling (BIM), Computational Engineering, Data Analytics – digitale Entwicklungen verändern gerade unser traditionelles Verständnis von Planen und Bauen grundlegend. Kunden, Partner und Arcadis KollegInnen aus den Bereichen Immobilien, Architektur, Digital und Politik haben sich am 21. Mai 2019 zum „Themenabend Digitalisiertes Planen und Bauen“ in unserem Berliner Büro getroffen. Key Note und Podiumsdiskussion beschäftigten sich mit dem Einfluss der Digitalisierung auf die Bauindustrie.

„Die digitale Disruption passiert nicht linear, sondern exponentiell. Die konsequente Umsetzung von BIM hilft uns dabei, unser Business zu digitalisieren und Daten in geeigneter Weise nutzbar zu machen“, erklärt Bram Mommers, Arcadis Global Director Digital Asset Lifecycle, als Key Note Speaker an diesem Abend. „From process driven to data driven, ist das Gebot der Stunde. Daten sind das neue Gold.“

Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Andreas R. Becher, Vorsitzender des BDA Landesverband Berlin und Beate Vlaanderen, Architektin bei Arcadis, haben sich in einer Podiumsdiskussion mit der Gegenwart und Zukunft unserer Branche beschäftigt. Geleitet wurde die Diskussion von Frank Walter, Head of Performance Driven Engineering & Digital Strategy bei Arcadis in Europa Central.

Die Digitalisierung macht uns das Leben leichter, sie ist ein Hilfsmittel, so der allgemeine Tenor des Podiums. „BIM verbindet Akteure. Dass alle die gleichen Instrumente nutzen und die gleiche Sprache sprechen, ist sehr hilfreich“, so Reiner Nagel. Aber sie ersetzt nicht den Menschen. Kreativität, das Wissen um Vorlieben, sinnliche Elemente bedürfen eines Menschen, der eine Idee im Kopf hat. „Das Wichtigste in der Digitalisierung ist der Faktor Mensch. Wir werden am Ende immer menschliche Architektur machen“, erklärt Beate Vlaanderen

Ein weiteres zentrales Thema der Diskussion: BIM, Building Information Modelling, als Mittel zur Visualisierung, Vereinfachung von Prozessen und Zusammenarbeit. „BIM verbindet Akteure. Dass alle die gleichen Instrumente nutzen und die gleiche Sprache sprechen, ist sehr hilfreich“, so Nagel. Aber: „Zu BIM muss man Talent haben. Nicht jeder wird sich damit beschäftigen wollen“, so Beate Vlaanderen, die damit betont, dass wir nicht von heute auf morgen die gesamte Branche auf digital umstellen können. Künftig bauen und planen wir digital, darin waren sich alle einig. Aber: „Es muss irgendjemanden geben, der die Kreativität hat“, so Becher. Reiner Nagel bringt einen weiteren Punkt in die Diskussion ein: Auch bei unseren Bestandsimmobilien dürfen wir nicht den Anschluss verpassen. Handwerklich gebaute Häuser stehen noch in 100 Jahren, dazu kommen noch ein paar digital geplante Neubauten. „Ich habe Sorge, dass unser Gebäudebestand ins Hintertreffen gerät. Der Bestand muss hier auf Augenhöhe geholt werden, mit digitalen Bestandsaufnahmen und digitalen Bauakten“, so Nagel.

„Was ist gute Architektur? Ich bezweifle, dass die Technik es uns abnehmen kann, diese Frage zu beantworten“, schließt Becher die Diskussion und betont damit nochmal, dass Digitalisierung eine Seite der Medaille ist, menschliche Kreativität und Vorstellungsvermögen sowie sinnliche Eindrücke werden auch weiterhin eine Rolle spielen.

Der Abend schloss mit einem Networking für alle anwesenden Teilnehmer.

Themenabend Digitalisiertes Planen und Bauen

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Frank Walter

Leiter Geschäftsentwicklung Planung & Digitale Lösungen +49 173 2404 638 Ihre Frage an mich