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Die Herausforderung

Das Stadio Ennio Tardini befindet sich im Zentrum von Parma. Es ist nicht nur ein Teil der Stadtgeschichte, sondern auch ein Teil der Sportgeschichte Italiens. In Bezug auf Verkehr und Sicherheit ist das Bauwerk jedoch aufgrund seiner zentralen Lage und seines Alters problematisch. Darüber hinaus ist es aufgrund seines historischen und kulturellen Wertes auch hinsichtlich der regionalen, sozialen und politischen Herausforderungen von großer Bedeutung. Um dem gerecht zu werden, müssen bei der Sanierung des Stadions sowohl das Wohlbefinden der Fans und der Bürgerinnen, als auch der Umweltschutz berücksichtigt werden. Außerdem soll das Spielerlebnis verbessert und die negativen Auswirkungen von Lärm und Beleuchtung auf die Umgebung reduziert werden.

Die Lösung

Im Rahmen des Tardini-Projekts soll das Stadion harmonisch in sein landschaftliches und kulturelles Umfeld integriert und die Lebensqualität der Bürgerinnen von Parma verbessert werden. Dafür sollen die Baumaßnahmen möglichst schonend durchgeführt und Müllaufkommen sowie Materialverbrauch auf ein Minimum reduziert werden. Arcadis Italia, das mit dem Projekt- und Entwicklungsmanagement beauftragt wurde, hat die Krause Group, den Eigentümer von Parma Calcio, bei der Auswahl des Architekturbüros für den Stadionentwurf unterstützt.

Das Studio Zoppini hat im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens den Zuschlag erhalten und die Sanierung zu einem „urbanen Projekt“ erweitert. Das Stadion wird zu einem integralen Bestandteil des Stadtviertels, das gut an das historische Stadtzentrum, das Barilla Center, den Cittadella Park und den Giacomo Ferrari Park angebunden wird und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad leicht zu erreichen ist. Der Entwurf sieht vor, das Stadion, das sich an einem großen öffentlichen Platz befindet, in einen innovativen, integrativen, umweltfreundlichen Mehrzweckraum umzugestalten, dessen Petitot-Tribüne über eine überdachte Arkade verfügt und neue Angebote für Bürgerinnen und Besucherinnen bereithält. Das Stadion soll immer geöffnet und für alle zugänglich sein.

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    Der Standort des Stadions bleibt unverändert. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine Verlegung des Stadions außerhalb der Stadt seine Zugänglichkeit einschränken, den motorisierten Individualverkehr fördern und den Flächenverbrauch in der Stadt erhöhen würde. Außerdem wäre das derzeitige Stadio Ennio Tardini dem Verfall überlassen, wodurch das Gelände sehr wahrscheinlich zu einer städtischen Brachfläche werden würde. Stattdessen werden von dem Projektteam in Zusammenarbeit mit Parma Calcio Lösungen entwickelt, um die negativen Auswirkungen des Stadions auf die urbane Gemeinschaft zu reduzieren. Mit der neuen Überdachung und der in die Dachkonstruktion integrierten Beleuchtung sollen die Lärmbelästigung und die Lichtverschmutzung deutlich verringert werden.

Das Ergebnis

Das Stadio Ennio Tardini wird sich von einem Fußball- und Veranstaltungsort zu einem Raum verwandeln, der für die gesamte Öffentlichkeit die ganze Woche über – und nicht nur an Spieltagen – geöffnet ist. Es wird ein Mehrzweckzentrum sein, in dem auch öffentliche Veranstaltungen stattfinden können. Ein Zentrum, das intelligent in die Stadt integriert und mit ihr vernetzt ist. Dank konsequent nachhaltiger, lebenszyklus- und klimaschutzorientierter Auswahl der Baumaterialien werden die langfristige Ökobilanz und der CO2-Fußabdruck im Vergleich zum baulichen Status quo deutlich reduziert. Deutlich verringert werden auch die Auswirkungen von Lärm und Beleuchtung, die aus nachhaltigen Energiequellen stammt und in die Dachkonstruktion integriert wird, um die Lichtverschmutzung zu verringern und die Energieeffizienz zu erhöhen.

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    Das Projekt ist nicht zufällig ein idealtypisches Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung des Drei-Säulen-Modells der nachhaltigen Entwicklung. Das Stadio Ennio Tardini soll in den nächsten hundert Jahren eine neue und wichtige Rolle im urbanen Raum sowie im Leben der Bürgerinnen einnehmen. Die Erneuerung des „Il Tardini“ steht im Kontext einer avisierten, ganzheitlichen und integrierten Aufwertung und Neuausrichtung der Stadt Parma. Das Ziel besteht darin, die Stadt und die Region in Bezug auf soziale, politische, ökonomische und ökologische Kriterien nachhaltig und zukunftsfähig aufzustellen.


Verwendete Arbeitsfelder

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