Jede*r kennt das Phänomen: Man beschäftigt sich über längere Zeit intensiv mit einer Aufgabe und bemerkt irgendwann das Risiko, den Wald vor Bäumen nicht mehr zu sehen. In solchen Momenten hilft es, mit Menschen zu sprechen, die den Forst aus etwas größerer Entfernung betrachten. Dieser Gedanke bildete die Basis eines spannenden Kooperationsprojektes von Arcadis mit der Cologne Business School, deren Student*innen den „Sustainable Cities Index“ unter die Lupe nahmen, mit dem Arcadis regelmäßig globale Metropolen auf ihre Nachhaltigkeit hin vergleicht.

Im Rahmen des Projektes haben mehrere Studierenden-Teams die Arcadis-Reports intensiv untersucht und ihre Bewertungskriterien, Kernaussagen und Ratings sowohl mit den SDGs (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen als auch mit ähnlichen Nachhaltigkeitsreports anderer Unternehmen und Organisationen verglichen. Ziel der Analyse war, methodisches Optimierungspotenzial zu identifizieren, die Gewichtungen verschiedener Nachhaltigkeitsdimensionen zu bewerten und eine mögliche zukünftige Erweiterung des Kriterienkataloges zu erörtern.

Es war beeindruckend, wie professionell, strukturiert und fundiert die Teams in zwei Online-Sessions ihre Ergebnisse präsentierten. Und es war nicht minder faszinierend, wie die Student*innen dabei über den Rahmen der definierten Aufgabenstellung hinaus und „Out-of-the-box“ dachten. Die Begeisterung für die globalen Herausforderungen „Nachhaltigkeit“ und „Sustainable Cities“ war allen Beteiligten deutlich anzumerken. Last but not least: Arcadis konnte wertvolle Impulse für zukünftige City-Rankings sammeln.

Drei Beispiele von vielen: Es lohnt, darüber nachzudenken, ob ein Thema wie das Diversity-Management von Metropolen eine höhere Priorisierung in der Bewertungsmatrix verdient. Im öffentlichen Bewusstsein haben Vielfalt und Inklusion in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Bedeutungszuwachs erfahren, der sich im Index widerspiegeln sollte. Auch das urbane Wassermanagement entwickelt sich zu einem Game Changer für die zukunftsfähige Stadt und verdient höhere Gewichtung. Ähnliches gilt für die Potenziale der Digitalisierung und die Zukunftsvision der Smart City, die als Querschnittsthema eine fundamentale Rolle für alle anderen Nachhaltigkeitsdimensionen spielt. Fazit: Es gibt nichts, was nicht noch zu verbessern wäre.

Das Kooperationsprojekt mit der Cologne Business School war also definitiv ein „Best Practice“ und für alle Beteiligten ein voller Erfolg: Die Student*innen konnten sich praxisnah einer der großen Zukunftsherausforderungen stellen, die ihr späteres Arbeitsleben in der einen oder anderen Weise dominieren wird. Und Arcadis konnte wichtige Ideen und Anregungen mitnehmen für zukünftige City Rankings. Großer Dank in diesem Sinne an alle Teilnehmer*innen!

Autor*in

Birgit Detig
Birgit Detig
Cities Director