Beilegung von Baustreitigkeiten dauert inzwischen mehr als 15 Monate

Global Construction Disputes Report 2016: Jetzt am Ball bleiben

Global Construction Disputes Report 2016

"Dauer von Baustreitigkeiten verlängert sich um 17%“

Durch zunehmende Unsicherheiten in den globalen Märkten und immer komplexer werdende Bauprojekte bergen Baustreitigkeiten große Risiken und können weitreichende Folgen haben. Die Dauer von Baustreitigkeiten hat im Jahr 2015 weltweit auf einen Rekordwert von durchschnittlich 15,5 Monaten zugenommen. Dies ergibt sich aus der sechsten Ausgabe des „Arcadis Global Construction Disputes“, einer Studie zu globalen Baustreitigkeiten.

Das sechste Jahr in Folge hat die Dauer von Baustreitigkeiten zugenommen. Wie die aktuelle Studie zeigt, ist dies auf einen Mix verschiedener Faktoren, darunter höhere Steitvolumina sowie eine größere Anzahl großer und komplexer Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Engineering, Procurement & Construction (EPC) Verträgen zurückzuführen.

Auf globaler Ebene hat sich der durchschnittliche Streitwert bei großen Bauvorhaben Ebene im Jahr 2015 marginal verringert, im Durchschnitt auf 46 Mio. USD. Allerdings erlebte der Nahe Osten eine Steigerung auf durchschnittlich von 82 Mio. USD und überholte damit Asien als Region mit den höchsten Streitwerten. In Europa sank der durchschnittliche Streitwert auf 25 Mio. USD.

Mike Allen, Global Leader of Contract Solutions bei Arcadis, erklärt: „Im Jahr 2015 erhielt die Bauindustrie kräftigen Gegenwind, vor allem bedingt durch volatile Rohstoffpreise und Währungsschwankungen. Dies führte dazu, dass einer Vielzahl von Projekten und Programmen unvorhergesehen aus sehr unterschiedlichen Geschäftsvorfällen Probleme und Streitigkeiten entstanden sind."

"Der größte Streitwert, der von Arcadis im Jahr 2015 betreut wurde, belief sich auf 2,5 Milliarden US-Dollar."

Die globale Immobilienbranche wurde im Jahr 2015 mit der größten Anzahl von Streitigkeiten konfrontiert, dicht gefolgt von der sozialen Infrastruktur und dem öffentlichen Sektor. Erneut zeigte sich, dass die häufigste Ursache für Baustreitigkeiten in der nicht ordnungsgemäßen Vertragsanwendung lag. Auch bestätigte sich abermals, dass die Zusammenarbeit in so genannten Joint Ventures ein besonderes Risiko darstellt. Rund 25,5 Prozent dieser Partnerschaften endeten in einem Rechtsstreit. Einvernehmliche Regelungen zwischen den beteiligten Parteien waren die populärste Methode der Streitbeilegung, gefolgt von Mediation und Schlichtung auf den Rängen 2 und 3.

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