Internationaler Baukostenindex

Europäische Städte in den Top Ten des Arcadis-Baukostenrankings

Bertram Subtil

Leiter Marketing +49 151 17143438 Ihre Frage an mich
Internationaler Baukostenindex

Europäische Städte in den Top Ten des Arcadis-Baukostenrankings

In Bezug auf Baukosten gehören die europäischen Städte zu den teuersten der Welt - so eine der Kernaussagen des Internationalen Baukostenindex, den Arcadis, das führende Planungs- und Beratungsunternehmen im Bereich Naturgüter und bauliche Vermögenswerte, jüngst veröffentlicht hat. Trotzdem gewinnt die Eurozone zunehmend an Attraktivität für Bauprojekte und Investitionen – eine Folge des insgesamt stabilen Preisniveaus und des wettbewerbsfähigen Euros.

In dem Ranking, das auf den relativen Baukosten in 44 Großstädten basiert, rangiert Europa unter den Top 10. Sechs der zehn Städte, die das internationale Ranking dominieren, sind europäische Metropolen.

In Städten wie Frankfurt, London und Amsterdam sind die Baukosten in den vergangenen Jahren beträchtlich gestiegen. Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig und die Zukunftsaussichten differieren entsprechend.

Für das nächste Jahr wird ein Wiederaufschwung der Investitionen in Europa erwartet. Ein deutliches Signal setzt in diesem Zusammenhang der Juncker-Infrastrukturinvestitionsplan der EU mit einem Gesamtvolumen von 350 Milliarden Euro. Die Auswertung der BIP-Entwicklung zeigt, dass Polen, UK, Irland, Spanien und die Niederlande zu den EU-Wachstumstreibern gehören. Die Volkswirtschaften in Frankreich, Italien und Österreich zeigen deutliche Zeichen der Erholung. Für die Bauindustrie in der EU wird in den nächsten drei Jahren ein Wachstum von 2,3% erwartet.

Die allmähliche Erholung in der Eurozone hat dazu geführt, dass keine hohe Kosteninflation wie im Vereinigten Königreich oder in den USA die Entwicklung auf dem europäischen Festland beeinträchtigt. Aufgrund der stabilen Kosten in vielen Ländern Europas und dem wettbewerbsfähigen Euro gewinnen Bauen und Investitionen in diesem Raum zunehmend an Attraktivität.

Im Vereinigten Königreich und den USA gefährdet die Preisinflation die Realisierungschancen wichtiger Projekte im gewerblichen und öffentlichen Sektor. Steigende Kosten und fallende Währungskurse könnten darüber hinaus interessierte Investoren aus Schwellenländern abschrecken, die langfristig womöglich ihre Aktivitäten auf Städte mit günstigerer Kostenstruktur verlagern werden.

Global dämpften sinkende Rohstoffpreise die Inflation der Baukosten. Besonders im Hinblick auf Öl wird sich eine zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der Preisentwicklung langfristig unweigerlich auf die globale Bauindustrie auswirken.

„Europäische Städte gehören zu den teuersten der Welt, was Baukosten anbelangt“, erklärt John Atkins von Arcadis. „Es ist wahrscheinlich, dass eine Stadt wie Amsterdam in den nächsten drei Jahren einen steten Anstieg der Kosten bis auf das Niveau vor der Krise sehen wird. In Frankfurt wirkt sich ein insgesamt ermutigendes Wachstumsniveau im Jahr 2015 positiv aus. Die Konversion kommerzieller Bestandsgebäuden in moderne Apartments und Studentenwohnungen wird wahrscheinlich weiterhin, zumindest kurzfristig, die Bautätigkeiten und Baukosten in der Stadt vorantreiben. Insgesamt sind die Zukunftsaussichten für die europäischen Städte heterogen. Staatliche Intervention, Rohstoff- und Energiepreise sowie sonstige makroökonomische Faktoren können jederzeit – im positiven wie  im negativen Sinne – auf das fragile Wachstum durchschlagen.

Fragen zum Beitrag

Bertram Subtil

Leiter Marketing +49 151 17143438 Ihre Frage an mich

ARCADIS White Paper

Internationaler Baukostenindex 2016
Internationaler Baukostenindex 2016

Europäische Städte in den Top Ten des Arcadis-Baukostenrankings

Zum Report
Share on Wechat "Scan QR Code" on WeChat and click ··· to share.