• Leistungen: Digitale Innovation, Building Information Modelling BIM
  • Marktsektoren: Industrie und Gewerbe, Bildung und Erziehung

ABB Ausbildungszentrum Berlin

Berlin, Deutschland - Zukunftswerkstatt in Klinkermauern: Der Erweiterungsbau des ABB Ausbildungszentrums in Berlin steht für innovatives Arbeiten in der Industrie 4.0 wie für höchste Energieeffizienz im Betrieb. Der 5-Millionen-Euro-Bau, der u.a. mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, zeigt exemplarisch, wie digitale Kollaboration das Bauen verändert. Arcadis kooperiert dabei mit der TU Berlin.

ABB Ausbildungszentrum Berlin

Wo früher die Berliner Mauer Menschen und politische Systeme trennte, verbindet das ABB Ausbildungszentrum Nachwuchskräfte mit der Arbeit der Zukunft. Ob Elektroniker für Automatisierungstechnik, Mechatroniker für Kältetechnik oder Technischer Produktdesigner: Im zweiten Erweiterungsbau des Ausbildungszentrums werden sich die Auszubildenden direkt in der Industrie 4.0 bewegen. Arcadis sorgt mit einem ganzheitlichen Ansatz dafür, dass die Zukunft in dem Industriedenkmal-Komplex rasch mehr Raum bekommt. BIM spielt dabei eine entscheidende Rolle.

BIM über den kompletten Lebenszyklus

ABB, einer der Weltmarktführer bei Industrie 4.0, betreibt in Wilhelmsruh im Berliner Norden ein neues, hochmodernes Ausbildungszentrum. Wir brauchen schnellstmöglich Raum für weitere 60 Auszubildende, einen Showroom für ABB Technologie für digitale Fertigungs- und Dienstleistungsprozesse und eine Mensa für das ganze Haus! Für diese Aufgabe holte ABB Arcadis. BIM bildet alle Ansprüche an das Projekt von Anfang an ab: Arcadis sorgt auf diese Weise zusammen mit der TU Berlin für schnelles, exaktes und kostensicheres Vorgehen und nachhaltigen Betrieb über den kompletten Lebenszyklus.

Frühzeitige Kollisionsprüfungen

Schon bei Projektierung und Planung des zweistöckigen Erweiterungsbaus mit insgesamt 1.300 Quadratmetern zeigt sich, wie digitale Kollaboration das Bauen verändert. BIM macht die Prozesse zu einem Projekt nicht nur schneller – es kann von Anfang an auch exakter geplant und gearbeitet werden. So konnten für verschiedene Rohre und Kanäle schon in einem frühen Planungsstadium Kollisionsprüfungen zwischen Hochbau und haustechnischen Anlagen durchgeführt sowie entsprechende Konsequenzen für die Entwurfsplanung gezogen werden. Auch die Entscheidung von Sichtbeton-Wandoberflächen anstelle von Putz fiel im Rahmen eines virtuellen Rundganges im BIM-Modell. Weniger Glasfläche, dafür mehr Klinker-Mauerwerk: Eine weitere Entscheidung, die sich dank BIM schnell veranschaulichen ließ. Ihre Folgen für den Kostenplan waren rasch ermittelt dank der unmittelbaren Verknüpfung der Gebäudegeometrie mit den zugehörigen Daten für die Kostenplanung.

Hand in Hand mit dem ABB Roboter

ABB Roboter und Auszubildende werden in dem ABB Ausbildungszentrum in Berlin-Wilhelmsruh Hand in Hand arbeiten. Der Erweiterungsbau steht nicht nur für innovative Mensch-Maschine-Kollaboration – sondern auch für höchste Energieeffizienz. Optimales Raumklima und beste Lichtverhältnisse für die Azubis: ABB bringt die eigenen Technologien zum Einsatz, um detaillierte Datensätze zu den einzelnen Raumdaten zu sammeln und Erkenntnisse aus dem langfristigen Monitoring zu gewinnen.

Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent reduzieren

Raumtemperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt, Leuchtdichte, HVAC (Messtechnik für Heizung, Lüftung, Klimatechnik): Hier kommen Sensoren und Technologien zum Einsatz, die vom Unternehmen ABB entwickelt wurden. Die entsprechende Simulation wie auch die Simulation zu den Lebenszyklus-Kosten machen Arcadis und das Fachgebiet Energiesysteme der TU Berlin direkt im BIM Modell. Bei den Datensätzen wird eine Präsenz-Genauigkeit von 90 Prozent bei HVAC und von 95 Prozent bei der Beleuchtung angestrebt. Die gebäudetechnischen Leistungen können so im Betrieb exakt auf den Bedarf abgestimmt werden – und der Energieverbrauch des Gebäudes lässt sich somit um bis zu 30 Prozent reduzieren. Die Arcadis-Experten kümmern sich bei dem Projekt der ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH um Projektgestaltung, Projektplanung, Tragwerksplanung und Energiekonzept. Die Abstimmung mit Auftraggeber, Fachplanern, Forschern der TU Berlin und Projektcontrolling erfolgt dabei über das BIM Modell.

Ausbildung im neuen Gebäude ab 2019

Kick-Off für das Projekt war im Sommer 2017. Der Baubeginn ist für November 2018 geplant. Voraussichtlich im Dezember 2019 wird das neue Gebäude in Betrieb genommen. Die Kosten für den Erweiterungsbau liegen bei rund 5 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgt zu 90% aus Fördermitteln der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und das Bundesministerium für Wirtschaft.

Arcadis Leistungen

  • Projektmanagement und Objektplanung
  • Genehmigungs- und Ausführungsplanung
  • Visualisierung / Virtual Reality
  • 3D-Kollisionsprüfung
  • Lebenszyklus-orientierte Kostenanalyse

Fragen zum Projekt

Frank Walter

Leiter Geschäftsentwicklung Planung & Digitale Lösungen +49 173 2404 638 Ihre Frage an mich
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